Feuerwehrausbildung

Programm & Konzept

Die vielfältigen Aufgaben, welche die Feuerwehren zu bewältigen haben, erfordern eine qualifizierte und umfangreiche Aus- und Fortbildung.

Das Ausbildungskonzept der Landesfeuerwehrschule sieht folgende Kategorien vor:

  • Grundausbildung
  • Fachausbildung
  • Sonderausbildung 
  • Führungsausbildung 

Insgesamt werden derzeit rund 35 verschiedene ein- bis fünftägige Lehrgänge für Feuerwehrleute angeboten und damit kann der Ausbildungsbedarf gut abgedeckt werden. Es werden auch Nachschulungen in Form von eintägigen Lehrgängen für Feuerwehrleute, welche die Ausbildungslehrgänge schon vor längerer Zeit besucht haben, abgehalten. .

Die Ausbildung wird laufend weiterentwickelt und entspricht dem Stand der Technik und Taktik. In Vilpian stehen seit Fertigstellung der neuen Landesfeuerwehrschule im Jahr 2002 die notwendigen Anlagen für eine zeitgemäße und realistische Ausbildung zur Verfügung.

Anmeldung

Die Anmeldung zu den Feuerwehrlehrgängen erfolgt über die webbasierte Software ZMS.  Zur Information ist der Lehrgangskalender auch auf dieser Internetseite veröffentlicht.

Nach Veröffentlichung der Lehrgänge können die Feuerwehren Ihre Teilnahmewünsche hinterlegen. Nach dem festgelegten Anmelde-Stichdatum werden die Teilnahmewünsche durch die Bezirkslehrgangsbeauftragten an die Landesfeuerwehrschule (LFS) weitergeleitet (oder zurückgestellt = Warteliste)
Sobald die Teilnehmer an die LFS weitergeleitet sind (Status = Angemeldet (LFS)), gelten sie als angemeldet. Vor Lehrgangsbeginn erfolgt die Einberufung, welche in der Anwendung bereitgestellt (Download) bzw. als Anhang an die offizielle Mail-Adresse der Feuerwehr übermittelt wird.

Die Anwendung berücksichtigt folgende Grundsätze:

  • Die Plätze für jeden Lehrgang werden gemäß Beschluß des LFA auf die Bezirke aufgeteilt (Kontingente)
  • Nicht beanspruchte Kontingente können zu einem späteren Zeitpunkt von den restlichen Bezirken genutzt werden
  • Falls anschließend immer noch freie Plätze zur Verfügung stehen, werden die Lehrgänge zur direkten Anmeldung durch die Feuerwehren freigeschaltet
  • Eine Anmeldung durch die Feuerwehr kann nur erfolgen, wenn die entsprechenden Lehrgangsvoraussetzungen erfüllt sind
  • Es ist für die Feuerwehren jederzeit möglich, bei einem Ausfall eines angemeldeten Teilnehmers einen Ersatzteilnehmer anzumelden, welcher die Voraussetzungen erfüllt

Bei Schwierigkeiten bzw. besonderen Fällen bitten wir um Rücksprache mit dem Bezirkslehrgangsbeauftragten, welcher in ständiger Verbindung mit der LFS steht.
 

Lehrgangsbeschreibungen

Zielgruppe

Alle aktiven und atemschutztauglichen Feuerwehrmitglieder

Voraussetzungen

Grundlehrgang Brandeinsatz, körperliche Eignung für den Atemschutzdienst in der Feuerwehr (ärztliche Bestätigung)

Ziel

Die Gefährdung der Einsatzkräfte durch Sauerstoffmangel und/oder Atemgifte erfordert bei vielen Bränden und Technischen Hilfeleistungen den Einsatz von Atemschutzgeräten. Die Feuerwehrleute sollen das Atemschutzgerät unter Einsatzbedingungen beherrschen können. Um die Übungen möglichst realitätsnah gestalten zu können, steht seit 2003 auch eine Brandsimulationsanlage an der Landesfeuerwehrschule zur Verfügung.

Inhalt

Bedeutung des Atemschutzes, Grundlagen der Atmung, Gerätekunde, technische und taktische Einführung in den Atemschutzeinsatz, Suchen und Retten von Vermissten, Selbstrettung und Rettungstrupp, Atemschutzüberwachung; Praktische Übungen: Gewöhnung, Orientierung und Verständigung; Löschangriff und Wärmegewöhnung in der Brandsimulationsanlage; Suchen und Retten, Rettungstrupp, Atemschutzübungsstrecke, Absuchen von Räumen.

Dauer des Lehrgangs

3 Tage

Ausbilder

Ausbilder der Landesfeuerwehrschule

Zielgruppe

Führungskräfte der Feuerwehren, Funktionäre.

Voraussetzungen

Zugskommandantenlehrgang. Führungskräfte haben Vorrang

Ziel

Führung und Kommunikation bei Großschadenlagen wie Großbränden, Zugunglücken und Unwetterlagen. Der Teilnehmer soll in der Lage sein, mit Hilfe einer Führungsgruppe einen Großeinsatz zu leiten.

Inhalt

Führungssystem, Führungsvorgang und Führungsmittel, Kommunikation, Lagedarstellung und Lageführung, Alarm und Ausrückeordnung, Silobrände, MANV, Falsche Taktik- große Schäden, Einsatzgrenzen. Neben einigen Planübungen wird auch eine Großschadenlage in der Praxis simuliert.

Dauer des Lehrgangs

3 Tage

Zielgruppe

Gerätewarte

Voraussetzungen

Grundlehrgang Technischer Einsatz, Maschinistenlehrgang

Ziel

Umfang und Vielfalt der Fahrzeuge und Geräte bei den Feuerwehren ist mit den zu bewältigenden Aufgaben in den letzten Jahren stetig gestiegen. Damit diese Geräte und Fahrzeuge jederzeit einsatzfähig und unfallsicher sind, müssen Wartung, Pflege und Prüfung genau organisiert und durchgeführt werden. Für diese Aufgaben werden die Gerätewarte in diesem Lehrgang ausgebildet.

Inhalt

Notwendigkeit, Grundbegriffe der Instandhaltung, Zuständigkeit des Gerätewartes, Fahrzeuge und Feuerlöschkreiselpumpen, Beleuchtungs-, Signal- und Fernmeldegeräte, Stromerzeuger. Den Hauptteil des Lehrganges bilden praktische Übungen an den verschiedenen Geräten und Fahrzeugen.

Dauer des Lehrgangs

4 Tage

Ausbilder

Ausbilder der Landesfeuerwehrschule

Zielgruppe

Alle aktiven Feuerwehrmitglieder

Voraussetzungen

Vollendetes 17. Lebensjahr, allgemeine Eignung für den Feuerwehrdienst

Ziel

Die Brandbekämpfung ist die ursprüngliche Aufgabe der Feuerwehren. Ein wirkungsvoller Löscheinsatz ist nur bei Wahl des richtigen Löschmittels, der richtigen Vorgangsweise sowie schnellem und gekonnten Vorgehen der Mannschaft möglich. Das Feuerwehrmitglied lernt, die grundsätzlichen Tätigkeiten beim Feuerwehreinsatz fachlich richtig durchzuführen. Außerdem soll der Teilnehmer über das nötige theoretische Wissen verfügen, die Geräte zu kennen und richtig einzusetzen. Das Zusammenarbeiten in der Gruppe laut Ausbildungsvorschrift muss erlernt werden.

Inhalt

Gesetzliche Grundlagen, Geräte- und Armaturenkunde, die Gruppe im Brandeinsatz, Brennen und Löschen, Löschwasserförderung, Löschangriff, Gefahren der Einsatzstelle und Unfallverhütung, Absturzsicherung, Grundlagen Gefahrguteinsätze, Brandschutz im Betrieb, Grundlagen der Ersten Hilfe.

Dauer des Lehrgangs

5 Tage

Ausbilder

Ausbilder der Landesfeuerwehrschule

Zielgruppe

Alle aktiven Feuerwehrmitglieder

Voraussetzungen

Vollendetes 17. Lebensjahr, allgemeine Eignung für den Feuerwehrdienst

Ziel

Die technischen Einsätze bilden den größten Teil der Feuerwehreinsätze in Südtirol. Beim zweiten Teil der Grundausbildung lernen die Feuerwehrleute die grundlegenden Tätigkeiten der Technischen Hilfeleistung fachlich richtig durchzuführen. Weiters sollen die Teilnehmer die Anwendungsmöglichkeiten und –grenzen der verschiedenen Geräte kennenlernen sowie die Geräte richtig und unfallfrei bedienen können. Das Zusammenarbeiten in der Gruppe beim Technischen Einsatz muss erlernt werden.

Inhalt

Gerätekunde (Hebekissen, Greifzug, Winde, hydraulische Rettungsgeräte, Trennschleifer, Doppelblattsäge, Motorsäge, Stromerzeuger, Überdrucklüfter, Tauchpumpe, Heuwehrgerät, usw.), Fahrzeugkunde, Sicherheitseinrichtungen bei Fahrzeugen, Verankerungen und Behelfskonstruktionen, Ausleuchten und Absperren von Einsatzstellen, Befreiung von Menschen aus Zwangslagen, die Gruppe im Technischen Einsatz, Taktische Grundsätze, Grundlagen der Erste Hilfe.

Dauer des Lehrgangs

5 Tage

Ausbilder

Ausbilder der Landesfeuerwehrschule

Zielgruppe

Gruppenkommandanten und –stellvertreter, Jugendbetreuer

Voraussetzungen

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz, Empfehlung: Atemschutzlehrgang, Lehrgang Funk und Nachrichtendienst

Ziel

Mit Abschluss des Lehrganges soll das Feuerwehrmitglied eine Gruppe im Einsatz als selbständige taktische Einheit führen können.
Der Teilnehmer lernt in Theorie und Praxis, die Lage zu erkunden und zu beurteilen, den Einsatz zu planen und die erforderlichen Befehle zu erteilen.
Mit dem Gruppenkommandantenlehrgang absolviert das Feuerwehrmitglied auch die Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten für Betriebe mit mittlerer Brandgefahr.

Inhalt

Gefahren der Einsatzstelle und Gefahrenabwehr, Einsatztaktik, Ausbildungsvorschriften, rechtliche Grundlagen, Brennen und Löschen, Flash Over, Befehlsgebung, Löschwasserförderung und Löschmittelberechnung, Waldbrand, Kaminbrände, Gefährliche Stoffe, Vermurungen und Überschwemmungen, vorbeugender Brandschutz.
In der praktischen Ausbildung der Gruppenkommandanten werden neben den Planübungen, den Vorführungen und der Löschwasserförderung vor allem Einsatzübungen abgehalten, wobei hier jeder Teilnehmer zumindest ein Mal die Einsatzleitung übernehmen muss. Das Ergebnis dieser Übung hat auch Einfluss auf die Abschlussbewertung des Feuerwehrmitgliedes.

Dauer des Lehrgangs

5 Tage

Ausbilder

Ausbilder der Landesfeuerwehrschule

Zielgruppe

Jugendreferenten sowie Jugendbetreuer und deren Stellvertreter

Voraussetzungen

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz, empfohlen Gruppenkommandantenlehrgang

Ziel

Bei vielen Feuerwehren gibt es eine Feuerwehrjugendgruppe, Tendenz steigend. Diese bestehen aus Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren und sind eine wichtige Einrichtung auch zur Nachwuchssicherung bei den Feuerwehren. Ziel des Lehrganges ist es, die Jugendbetreuer bestmöglich auf mögliche Probleme im Umgang mit den jungen Leuten sowie auf die allgemeine Ausbildung der Jugendgruppe vorzubereiten.

Inhalt

Neben dem Fachwissen für die Jugendarbeit wie Jugend- Feuerwehr- Leistungsbewerb, Wissenstest, Kartenkunde und Orientierungsmarsch werden auch andere wichtige Themen besprochen, wie die rechtlichen Aspekte der Jugendarbeit, Versicherungsschutz, Rechtsgrundlagen und Organisation, Pädagogische und psychologische Grundlagen sowie spielendes Lernen behandelt.

Dauer des Lehrgangs

2 Tage

Ausbilder

Ausbilder der Landesfeuerwehrschule

Zielgruppe

Alle aktiven und atemschutztauglichen Feuerwehrmitglieder

Voraussetzungen

Grundlehrgang Brandeinsatz, Atemschutzlehrgang, Grundlehrgang Technischer Einsatz, körperliche Eignung für den Atemschutzdienst in der Feuerwehr (ärztliche Bestätigung)

Ziel

Dieser Lehrgang richtet sich vor allem an Feuerwehrleute, die den Atemschutzlehrgang vor Inbetriebnahme der Brandsimulationsanlage an der LFS besucht haben. Es soll ihnen aber nicht nur die Möglichkeit geboten werden, eine „heiße“ Ausbildung zu erhalten, vor allem soll das aktuelle Sicherheitskonzept im Atemschutzeinsatz vermittelt werden.

Inhalt

Technische und taktische Einführung in den Atemschutzeinsatz, Suchen und Retten von Vermissten, Selbstrettung und Rettungstrupp, Atemschutzüberwachung, Überdruckbelüftung, Löschangriff.
Praktische Übungen: Löschangriff und Wärmegewöhnung in der Brandsimulationsanlage; Suchen und Retten, Rettungstrupp, Öffnen der Tür zu einem Brandraum, Absuchen von Räumen.

Dauer des Lehrgangs

2 Tage

ZielgruppeVoraussetzungen

Abgeschlossene Grundausbildung
Atemschutzlehrgang

Ziel

Bereits ausgebildete Atemschutzträger sollen durch einen Trainingstag unter realitätsnahen Bedingungen auf den neuesten Stand der Technik und Taktik im Innenangriff gebracht werden.

Inhalt

Taktische Grundlagen, Löschtechnik, Übungen im Brandhaus und im Übungshaus der Feuerwehrschule, mit folgenden Einsatzszenarien: Kellerbrand, Wohnungsbrand, Dachstuhlbrand.

Dauer des Lehrgangs

1 Tag

Ausbilder

Ausbilder der Landesfeuerwehrschule

Zielgruppe

Alle aktiven Feuerwehrmitglieder

Voraussetzungen

Grundlehrgang Brandeinsatz oder Grundlehrgang Technischer Einsatz

Ziel

Der Lehrgangsteilnehmer lernt, Funkgespräche mit den im Feuerwehrdienst verwendeten Funkgeräten selbständig und fachlich richtig durchzuführen; die Dienstvorschrift für den Funkverkehr sowie der grundsätzliche Ablauf der Alarmierung werden vorgestellt und erklärt.

Inhalt

Technische Grundlagen, das Funknetz, Gerätekunde, Dienstvorschrift für den Feuerwehrfunk, Alarmierung, das Funkgespräch.

Dauer des Lehrgangs

1 Tag

Ausbilder

Ausbilder der Landesfeuerwehrschule

Zielgruppe

Melder, Feuerwehrleute bei Fixstationen und Zentralen, Führungskräfte

Voraussetzungen

Funk Grundausbildung

Ziel

Eine gezielte Alarmierung und gute Kommunikation sind wichtige Voraussetzungen für den Einsatzerfolg. Der Lehrgangsteilnehmer lernt den Ablauf der Alarmierung, die Alarmpläne, die Verwendung von Karten, Feuerwehrplänen und Einsatzunterlagen, die Erstellung eines Kommunikations-planes sowie die Lageführung und Lagedarstellung bei größeren Schadenereignissen. Ein weiteres Ziel ist die Vermittlung der Grundzüge der Pressearbeit.

Inhalt

Alarmierungsablauf und Alarmpläne, Bevölkerungsinformationssystem, Feuerwehrpläne und Einsatzunterlagen, Kartenkunde, Kommunikationsplan, Lageführung und Lagedarstellung, Pressearbeit

Dauer des Lehrgangs

3 Tage

Ausbilder

Ausbilder der Landesfeuerwehrschule

Zielgruppe

Kassiere, Rechnungsprüfer und Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren und Bezirke

Voraussetzungen

Grundlehrgang Brandeinsatz

Ziel

Der Feuerwehrdienst in Südtirol ist ein Gemeindedienst, der Haushalt der Feuerwehr ist Teil des Gemeindehaushalts.
Als Buchhalter von Rechtswegen ist der Kassier für die Verwaltung der Geldmittel verantwortlich und haftet persönlich für die Richtigkeit der Zahlungen. Im Rahmen seiner Funktion ist er zuständig für: die Erstellung des Haushaltsvoranschlages, das Inkasso der Einnahmen und die Durchführung der Zahlungen, die Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben von Veranstaltungen, die Ausstellung allfälliger Quittungen (Bestätigungen), Spesennoten und Lastschriften, die Verwaltung der Zahlungsmittel (Bargeldkassa, Bankkonten u. Sparbücher), die Aufzeichnung aller Geldbewegungen in der Buchhaltung, die Führung der Belegsammlung, die Erstellung des Jahresabschlusses Abschlussrechnung) usw. Die Teilnehmer werden im Rahmen des Lehrganges auf diese vielfältigen Verwaltungsaufgaben vorbereitet. Sie müssen nach Abschluss des Lehrganges über das Rechnungswesen der Feuerwehr und über alle damit zusammenhängenden Verwaltungsvorgänge generell bescheid wissen und vor allem imstande sein, die gesamte Haushaltsgebarung eigenständig zu führen.

Inhalt

Gesetzliche Grundlagen, Aufgaben des Kassiers, Grundsätze der öffentlichen Buchführung; Führung der Haushaltsgeba¬rung anhand praktischer Beispiele: Erstellung eines Haus¬haltsvoranschlages, Durchführung von Bilanzänderungen, Fondsumbuchungen und Bilanzausgleich, Erstellung einer Abschlussrechnung usw.; Einschulung in das Buchhaltungsprogramm „FeuBu“

Dauer des Lehrgangs

2 Tage

Ausbilder

Ausbilder der Landesfeuerwehrschule

ZielgruppeVoraussetzungen

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz; Führungskräfte haben Vorrang!

Ziel

Der Lehrgangsteilnehmer muss über die Aufgaben der Feuerwehren und die Grundlagen des Vorbeugenden Brandschutzes Bescheid wissen, die Zuständigkeiten und die grundsätzlichen gesetzlichen Bestimmungen kennen bzw. nachlesen können.

Inhalt

Aufgaben der Feuerwehren im Vorbeugenden Brandschutz, Grundlagen des baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Brandschutzes, Verfahrensabläufe und Zuständigkeiten, kontrollpflichtige Tätigkeiten, Brandschutzbestimmungen für verschiedene Tätigkeiten.

Dauer des Lehrgangs

2 Tage

Ausbilder

Ausbilder der Landesfeuerwehrschule und Techniker des Amtes für Brandverhütung

Zielgruppe

Mitglieder der Gefahrgutwehren

Voraussetzungen

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz und Atemschutzlehrgang oder Gruppenkommandantenlehrgang. Gefahrgut Gerätetechnik bzw. Gefahrgutlehrgang, Einberufung

Ziel

Qualität und Quantität der gefährlichen Stoffe, die bei uns Verwendung finden bzw. durch unser Land transportiert werden sind stetig im Wachsen begriffen, weshalb hier die Ausbildung unbedingt Schritt halten muss. Ziel dieser Fortbildung ist es, die Mitglieder der Gefahrgutwehren auf den neuesten Stand der Technik und Taktik in Sachen Gefahrgut zu bringen.

Inhalt

Grundlagen im Gefahrstoffeinsatz, Dekontamination, Prüfung der Ausrüstung, Messung und Erkundung sowie praktische Übungen.

Dauer des Lehrgangs

2 Tage

Zielgruppe

Mitglieder der Gefahrgutwehren

Voraussetzungen

Abgeschlossene Grundausbildung
Atemschutzlehrgang oder Gruppenkommandantenlehrgang.
Einberufung (Lehrgang wird für Gefahrgutwehren und für diesen Bereich vorgesehene Feuerwehrleute abgehalten).

Ziel

Da auf Straßen und Schienen immer größere Mengen an gefährlichen Stoffen transportiert werden, ist eine entsprechende Ausrüstung und Ausbildung der Gefahrgutwehren notwendig. Ziel des Lehrganges ist es, den Feuerwehrleuten die Funktionsweise sowie die korrekte Benutzung der vielfältigen Ausrüstung auf den Gefahrgutfahrzeugen zu erklären.

Inhalt

Einsatzgrundlagen, Einsatzgrundsätze, Warn- und Absperrgeräte, Messgeräte, Geräte zum Auffangen und Abdichten, Einsatzstellenhygiene und Dekontamination, Stromversorgung und Erdung, Schutzanzüge, Pumpen und Zubehör, Wartung der Geräte. An den Geräten findet weiters eine praktische Unterweisung statt, weiters werden mehrere Einsatzübungen abgehalten.

Dauer des Lehrgangs

5 Tage

Zielgruppe

Alle aktiven Feuerwehrleute

Voraussetzungen

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz und Atemschutz- oder Gruppenkommandantenlehrgang.

Ziel

Jede Feuerwehr kann mit gefährlichen Stoffen konfrontiert werden und muss in der Lage sein, erste Maßnahmen zur Rettung gefährdeter Personen und zur Sicherung der Gefahrenstelle einzuleiten. Für weitere Maßnahmen bedarf es einer besonderen Ausrüstung und Ausbildung. Ziel des Lehrganges ist es den Feuerwehren ein Grundwissen über gefährliche Stoffe zu vermitteln und die Möglichkeiten der Ortsfeuerwehren zur Gefahrenabwehr mit der vorhandenen Ausrüstung aufzuzeigen.

Inhalt

Zum Thema Gefährliche Stoffe werden folgende Themen schwerpunktmäßig behandelt: Vorkommen, Begriffe, Einteilung, Kennzeichnung, Gefahrklassen, Gefahren und Wirkungen, Maßnahmen zur Gefahrenabwehr. Zu den verschiedenen Gefahrklassen werden auch praktische Übungen sowie Planübungen veranstaltet. Die Teilnehmer erhalten zudem einen Überblick über die Ausrüstung der Gefahrgutwehren.

Dauer des Lehrgangs

3 Tage

ZielgruppeVoraussetzungen

Abgeschlossene Grundausbildung

Ziel

Der Teilnehmer muss über die Entstehung und die Gefahren von Hochwasser bescheid wissen, die Grundsätze der Deichüberwachung und Deichverteidigung kennen und entsprechende Maßnahmen durchführen können.

Inhalt

Erkennen der Gefahren, Durchführung von Deichwachen, Maßnahmen zur Deichsicherung und Deichverteidigung wie Errichten eines Ringdammes, Abdichten von Wassereintrittsstellen usw…

Dauer des Lehrgangs

1 Tag

Ausbilder

Ausbilder der Landesfeuerwehrschule

Zielgruppe

Kommandanten, Kommandanten-Stellvertreter und Mitglieder des Feuerwehrausschusses, Funktionäre der Bezirksverbände.

Voraussetzungen

Abgeschlossene Grundausbildung. Kommandanten, Kommandanten-Stellvertreter und Bezirksfunktionäre haben bei der Anmeldung Vorrang.

Ziel

Der Lehrgangsteilnehmer soll die Grundlagen für die organisatorische und verwaltungsmäßige Leitung der Feuerwehr kennen.

Inhalt

Rechtliche Grundlagen; Uniformierung und Verhalten in der Öffentlichkeit; Baukommission und Gemeindeleitstelle; Fahrzeugrichtlinien und Fahrzeugkonzept; Alarmpläne, Ausrückeordnung und Kommunikation; Sicherheit im Feuerwehrdienst; Versicherung und Haftung; Haushaltswesen und Beiträge; Ausbildung und Organisation von Übungen; Öffentlichkeitsarbeit; menschliche Aspekte im Feuerwehrdienst.

Dauer des Lehrgangs

2 Tage

Zielgruppe

Alle aktiven Feuerwehrmitglieder

Voraussetzungen

Grundlehrgang Brandeinsatz

Ziel

Der Lehrgangsteilnehmer lernt das Feuerwehrfahrzeug, die fest eingebaute Ausrüstung (Pumpe, Lichtmast,...) in Theorie und Praxis kennen, sowie die vielen verschiedenen kraftbetriebenen Geräte zu bedienen und instand zu halten.

Inhalt

Schwerpunkte sind hier die Voraussetzungen und Aufgaben des Maschinisten, Löschfahrzeuge, Motorenkunde und Elektrotechnik, Pumpen, kraftbetriebene Geräte, Löschwasserförderung und die Wahl und richtige Nutzung der Löschwasserentnahmestellen.

Dauer des Lehrgangs

5 Tage

Ausbilder

Ausbilder der Landesfeuerwehrschule

Zielgruppe

Gruppenkommandanten und –stellvertreter

Voraussetzungen

Gruppenkommandantenlehrgang

Ziel

Feuerwehrleute, die den Gruppenkommandantenlehrgang schon vor längerer Zeit absolviert haben sollen über den neuesten Stand der Taktik informiert werden sowie die wichtigsten Einsatzgrundsätze wiederholen.

Inhalt

Gefahren der Einsatzstelle und Gefahrenabwehr, Einsatztaktik und Einsatzgrundsätze. In der praktischen Ausbildung der Gruppenkommandanten werden Planübungen durchgeführt um das Taktikschema neu zu verinnerlichen.

Dauer des Lehrgangs

1 Tag

Zielgruppe

Maschinisten

Voraussetzungen

Maschinistenlehrgang

Ziel

Feuerwehrleute, die den Maschinistenlehrgang schon vor längerer Zeit absolviert haben sollen über den neuesten Stand der Technik informiert werden und die wichtigsten Grundbegriffe der Maschinistenausbildung wiederholen.

Inhalt

Funktionsweise und technische Grundsätze der gängigsten Modelle von Tragkraftspritzen, Einbaupumpen und Tauchpumpen; Wartung, Prüfung sowie Störungssuche an den verschiedenen Geräten, Löschwasserförderung. Bei den praktischen Übungen werden im Stationsbetrieb die Leistungskurve einer TS und ein Schnittmodelle verschiedener TS gezeigt. Weiters werden die wichtigsten Kontrollinstrumente und eine Einbaupumpe an einem Tanklöschfahrzeug erklärt sowie die Kavitation anhand eines Modells erklärt.

Dauer des Lehrgangs

1 Tag

Zielgruppe

Alle aktiven Feuerwehrmitglieder

Voraussetzungen

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz

Ziel

Feuerwehrleute, die den Grundlehrgang Technischer Einsatz vor längerer Zeit besucht haben erhalten im Rahmen dieser Nachschulung die Möglichkeit, verschiedene Themen der Technischen Rettung zu vertiefen sowie verschiedene Neuerungen kennen zu lernen.

Inhalt

Einsatztaktik für den technischen Einsatz, Sicherheitseinrichtungen bei verschiedenen Fahrzeugen; Technische Rettung bei PKW-, LKW- und Busunfällen; Greifzug, Verankerungen, Hebekissen, Dreibock. In der praktischen Ausbildung werden zu den verschiedenen in der Theorie behandelten Themenbereichen Übungen durchgeführt.

Dauer des Lehrgangs

1 Tag

Zielgruppe

SchriftführerInnen, Funktionäre der Freiwilligen Feuerwehren

Voraussetzungen

Grundlehrgang Brandeinsatz

Ziel

Bei jeder Feuerwehr wird ein Schriftführer bestellt. Zu seinen Aufgaben gehören die Verfassung von Niederschriften, Führung der Pflichtbücher, Abfassung des Schriftverkehrs, Ablage und Aufbewahrung von Akten und Schriftstücken, Meldungen von Unfällen und Haftpflichtfällen, Beratung des Kommandanten und der Kollegialorgane in Verwaltungs-angelegenheiten. Nach Abschluss des Lehrganges sollen die Teilnehmer die Aufgaben eines Schriftführers kennen und durchführen können.

Inhalt

Einführung und gesetzliche Grundlagen, Sitzungen, Wahlen, die Niederschrift, Versicherungen, Dienstführerscheine, Unterlagen und Hilfsmittel, Formulare, EDV zur Erfassung von Berichten, Feuerwehrchronik, Öffentlichkeitsarbeit.

Dauer des Lehrgangs

2 Tage

Ausbilder

Ausbilder der Landesfeuerwehrschule

Zielgruppe

Alle aktiven Feuerwehrmitglieder

Voraussetzungen

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz

Ziel

Absturzunfälle machen zwar „nur“ 3% der Unfälle im Feuerwehrdienst aus, jedoch meist mit schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen. Die Feuerwehrleute halten sich bei Einsätzen und Übungen sehr oft in absturzgefährdeten Bereichen auf, aus diesem Grund lernen sie bei dieser Schulung die verschiedenen Sicherungsmöglichkeiten in gefährdeten Bereichen mit den unterschiedlichsten Hilfsmitteln sowie auch die Einsatzgrenzen kennen. Mit Abschluss des Lehrganges sollen die Teilnehmer sowohl Selbstsicherung und Selbstrettung beherrschen als auch das Sichern der KameradInnen.

Inhalt

Begriffsbestimmung, verschiedene Absturzsicherungsgeräte, Knotenkunde, Vorgehensweise bei Übungen und Einsätzen.
Bei den praktischen Übungen kann das Gelernte dann in die Tat umgesetzt werden.

Dauer des Lehrgangs

1 Tag

Zielgruppe

Alle aktiven Feuerwehrleute

Voraussetzungen

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz und Atemschutz- oder Gruppenkommandantenlehrgang.

Ziel

Explosionen sind eine der größten Gefahren im Einsatz für die Feuerwehren. Eine vorhandene Explosionsgefahr bei Austritt brennbarer Gase und Dämpfe kann mit den menschlichen Sinnesorganen nicht unmittelbar erkannt werden. Durch beigefügte Geruchstoffe (Odorierung) kann man zwar z.B. das an und für sich geruchlose Erdgas in der Regel riechen, es ist aber nicht möglich festzustellen ob das Gas-Luftgemisch zündfähig ist und somit eine Explosionsgefahr vorliegt. Für das Erkennen und Beurteilen der Explosionsgefahr sind geeignete Messgeräte, sogenannte Explosionswarngeräte erforderlich. Es ist damit möglich eine Explosionsgefahr festzustellen, den Gefahrenbereich einzugrenzen und bei akuter Gefahr rechtzeitig den Rückzug anzutreten. Den Umgang mit diesen Geräten sowie die richtige Technik und Taktik sollen die Lehrgangsteilnehmer bei dieser Schulung erlernen.

Inhalt

Aufgaben und Ziele der Messtechnik, Explosionen- Entstehung und Gefahren, Messgeräte und Messtechniken. Bei den praktischen Übungen werden einige mögliche Szenarien dargestellt, Wert wird hierbei vor allem auf die Wahl der geeigneten Messpunkte sowie die richtige Reaktion auf angezeigte Werte gelegt.

Dauer des Lehrgangs

1 Tag

Zielgruppe

Alle aktiven Feuerwehrleute

Voraussetzungen

Grundlehrgang Brandeinsatz, Grundlehrgang Technischer Einsatz und Atemschutz- oder Gruppenkommandantenlehrgang.

Ziel

Wärmebildkameras können den Einsatz der Feuerwehr in vielen Bereichen entscheidend unterstützen. Bei Bränden ermöglichen sie die Orientierung in verrauchten Bereichen und helfen Personen schnell aufzufinden. Eine Lokalisierung des Brandherdes kann damit schneller erfolgen. Bei Nacht wird durch Wärmebildkameras die Personensuche im Gelände erleichtert. Beim Gefahrguteinsatz kann mit der Wärmebildkamera z. B. der Füllstand in geschlossenen Gefäßen aus sicherer Entfernung überprüft werden.
In Südtirol verfügt jeder Bezirk über eine Wärmebildkamera, außerdem haben sich einige Feuerwehren bereits solche Geräte angeschafft. Ziel der Schulung ist es vor allem, den Feuerwehrleuten die Einsatzgrenzen sowie das richtige Interpretieren des Wärmebildes in Theorie und Praxis zu zeigen.

Inhalt

Physikalischen Grundlagen, Gerätetechnik, Anwendungsmöglichkeiten und Einsatzgrenzen von Wärmebildkameras. Praktische Übungen : Löschangriff im Brandhaus, Personensuche in verrauchten Räumen, Flüssigkeitsstände messen.

Dauer des Lehrgangs

1 Tag

Zielgruppe

Kommandanten und –stellvertreter
Zugskommandanten und –stellvertreter

Voraussetzungen

Gruppenkommandantenlehrgang

Ziel

Der Zug ist eine taktische Feuerwehreinheit, die aus einem Zugtrupp und mindestens zwei Gruppen besteht. Mit Abschluss des Lehrganges soll das Feuerwehrmitglied taktische Einheiten bis zur Stärke eines Zuges selbständig führen können. Der Teilnehmer lernt in Theorie und Praxis, die Lage zu erkunden und zu beurteilen, den Einsatz zu planen und die erforderlichen Befehle zu erteilen.
 

Inhalt

In diesem Lehrgang werden die Gefahren der Einsatzstelle anhand der neun Gefahrengruppen genau behandelt. Weitere Themen: Ablaufplan des Führungsvorganges, Feuerwehrfahrzeuge und Stützpunktgeräte, Lageführung, Feuerwehrpläne, Pressearbeit, Ölwehr, Gerätewartung, Ausbildungsvorschriften, rechtliche Grundlagen sowie Organisation und Führung der Feuerwehr. Die praktische Ausbildung der Zugskommandanten sieht vor allem Planübungen als Entscheidungstraining für die Führungskräfte vor. Weiters werden Einsatzübungen in Zugstärke durchgeführt, wobei hier jeder Teilnehmer zumindest ein Mal die Einsatzleitung übernehmen muss. Das Ergebnis dieser Übung hat auch Einfluss auf die Abschlussbewertung des Feuerwehrmitgliedes.

Dauer des Lehrgangs

5 Tage

Ausbilder

Ausbilder der Landesfeuerwehrschule